Isar






Isar
Die offiziell als Isar-Ursprung bezeichneten Quellen bzw. Bäche befinden sich im Hinterautal östlich der Ortschaft Scharnitz im Karwendelgebirge auf 1.160 m NN. Der Lafatsch entspringt als längster Quellbach der Isar etwa fünf Kilometer südöstlich beim Hallerangerhaus. Die Quelle desLafatschbachs wird daher ebenfalls als Isar - Quellebezeichnet. Der Fluss verlässt das Karwendelgebirge bei Scharnitz und passiert nur wenige Kilometer weiter nördlich die österreichisch-deutsche Grenze.

Zwischen Mittenwald und
Krün wird die Isar am Stauwehr Krün erstmals gestaut. Ihr Wasser wird hier größtenteils in den Walchensee z. dortigen Stromerzeugung abgeleitet. Um den Hochwasserschutz der weiter abwärts liegenden Gemeinden sicherzustellen, aber auch zur Energieerzeugung, wurde zwölf Kilometer südlich von Lenggries der Fluss zu einem Stausee dem Sylvensteinsee aufgestaut. Dort mündet auch die Ache, die vor dem Kraftwerksbauim Inntal den Achensee entwässerte.

N
achdem die Isar bei Bad Tölz den Bereich der Bayerischen
Alpen verlassen hat, durchfliesst sie zuerst die dem Gebirge vorgelagerte, vorwiegend warmzeitliche Moränenlandschaft und die Münchner Schotterebene, anschliessend ab Freising tertiäres Hügelland, genauer gesagt das Unterbayerische Hügelland, bis zum Donautal.

I
hre beiden
Nebenflüsse sind die Loisach und die Amper. Die Isar hat insgesamt 295 Kilometer Länge (davon 263 Kilometer in Deutschland) südöstlich von Deggendorf in der Gemeinde Moos in die Donau. Die Flussmündungi liegt auf 312 Metern über Normalnull; damit überwindet die Isar von ihren Quellen bis zur Donau 848 Meter
Höhenunterschied.


Isar
Die Isar bei Bad Tölz
Isar Floßfahrten werden erstmals in den geschichtlichen Aufzeichnungen über das Bayern des 12. Jahrhunderts, zu spätsalisch-frühstaufischer Zeit erwähnt. In der Epoche ersten wirtschaftlichen Wachstums spielte die Isar als Hauptverkehrsweg des Handels vor allem durch die Gründungen der Städte München - anno 1158 - und Landshut - anno 1204 - eine zentrale Rolle.
 
Bootsfahrt

Während der Zweck der Floßfahrt ursprünglich eigentlich nur im Transport von Bauholz für das schnell wachsende München bestand, wurden die Flöße auch zunehmend als Transportmittel für den Warenverkehr entdeckt.

Entlang der Isar entstand daraufhin über die Jahrhunderte durch die Floßtransporte ein reger Handel unter den am Fluß liegenden Siedlungen und Landwirtschaften. Das Isartal blühte auf. Bereits im 15. Jahrhundert organisierte sich das Gewerbe der Frachtzustellungen auf der Isar als zunftartige Gemeinschaften, bis schließlich die Flößerzunft gegründet wurde, der ein Floßmeister vorstand.



Anders als die Iller oder der Inn entwickelte sich die Isar zum wichtigsten, bayerischen Wasserverkehrsweg, auf dem die Flöße sogar bis Wien und Budapest weiterfuhren. Denn der Landweg dorthin war damals beschwerlich und teuer. So entstand mit der Zeit auch Passagierverkehr auf der Isar und die ganze Donau entlang.

Durch die Industrialisierung erlebte
die Isar Floßfahrt anno 1840 - 1880 ihre kommerzielle Blütezeit. In München registrierte man in manchen Jahren mehr als 8000 Flöße. Doch die Eisenbahn und Dampfschiffahrt brachte die Wende für den Waren- und - Passagiertransport
über die Isar. Viele Flößer wurden arbeitslos. Seit dem finden eigentlich nur noch
Vergnügungsfahrten auf der Isar statt.

Um die Stadt München mit Elektrizität versorgen zu können, wurde zu Beginn des Dritten Reiches der
Isarkanal gebaut. Dennoch, die Isar Floßfahrt passte sehr gut in das national-sozialistische Konzept und man entdeckte sie wieder als ein beliebtes, traditionelles Freizeitvergnügen für Bayern.

Isar

Das Isartal begann sich touristisch
zu entwickeln. Mit Ausbruch des zweiten Weltkrieges fand die Floßfahrt bis auf weiteres ein jähes Ende und so errichtete man das Flößerdenkmal in Hinterbrühl, das man heute kurz vor der Ankunft in Thalkirchen sieht.

Isar Bier

Leinen los! heißt es alljährlich vom 1. Mai bis Mitte September. Dann schippern die Flöße auf der Isar. Auf traditionellen Holzflößen geht's zur feucht-fröhlichen Sause. Mitfahren kann, wer sich traut - und rechtzeitig vorher bucht. Ob als Vereins- oder Firmenausflug, als Einzelpassagier oder mit Familie und Freunden - die Floßfahrten sind definitiv einen Ausflug wert. Von März bis November war der Flößer von seiner Familie getrennt. Er flößte auf Flüssen oder arbeitete in einem Holzhafen, während Frau, Kinder, Alte und Kranke im Dorf blieben. Im Winter arbeitete der Flößer im Wald und stellte das Handwerkszeug zum Floßbau her, wie z. B. Wieden, Spannkeile und Stangen. „Das Leben eines Flößers hängt an einer Wiede“, besagt ein alter Flößerspruch.
 


Die
Rechte zum Befahren der Isar und des Kanals besitzen heute nur noch drei verbliebene Flößerfamilien. Während die Isarfloßfahrten früher noch ab Lenggries möglich waren, beginnen sie seit dem Bau der Wasserkraftwerke am Sylvensteinspeicher und Walchensee in Wolfratshausen und enden an der großen Floßlände in Thalkirchen.

 

Auch heute noch werden die Flöße von "gstandnen Mannsbuidan" sicher ihres Weges geleitet. Allerdings ist die Ware den Passagieren - bis zu 60 an der Zahl - gewichen, die hier mal anders und auf spritzige Weise die bayerische Gemütlichkeit erleben können. Zünftige Musi, Brotzeit und Bier dürfen da natürlich nicht fehlen und sorgen während der Floßfahrt auf der Isar so für eine mal romantische, mal feucht-fröhliche Fahrt durch das landschaftlich reizvolle Isartal.

Die
Flößerzunft hat aber dennoch auch heute Bestand und ohne die Flößer geht “nix”. Der Floßmeister hat nach wie vor das Sagen und bildet auch heute noch seine Floßführer aus, wie in der guten alten Zeit.


Flossfahrt

Eine Floßfahrt auf der Isar ist - wie eh und je - eine zünftige bayerische ‘Mordsgaudi’. Auf gut deutsch: eine feucht - fröhliche Tagesreise bei flotter Musik. Mit dem Bus geht’s von München nach Wolfratshausen, einem kleinen Ort etwa 25 km südlich. Das Floß stößt gegen 9 Uhr auf der ‘grünen Isar’ ab. Die Fahrt dauert - je nach Wasserlauf – ca. 6 Stunden und führt durch das dichtbewachsene, wild romantische Gebiet der Isarauen.

Isartal
Die Isar zwischen Sylvensteinsee und Bad Tölz

Erfahrene Flößer steuern das Floß sicher vom Naturbett der Isar hinein in den Isarkanal, wo das gemütliche
Treiben durch einige reißende Talfahrten in den Schleusen unterbrochen wird. Zu Grünwald im Isartal wird Pause gemacht, so wie einst die alten Rittersleut von Grünwald.

Isar


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