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Bayerisches Bier




ist ein wahres Genießerland: Hier wird aus vier Zutaten eine einzigartige Biervielfalt von 40 Sorten und rund 4.000 Marken kreiert. Dazu gibt es jede Menge Tradition und Lebensfreude. Das Bayerische Bier ist einzig in der Welt. Es erfrischt den Körper, belebt den Geist und streichelt die Seele: Bier ist das Symbol Bayerns und fördert die Lebenslust!
 
Es ist Sommer im Freistaat, weiß-blauer Himmel und faszinierende Natur. Ganz gleich, wo der Gast den herrlichen Tag verbringt, beim Skaten, beim Wandern, beim Radeln oder einfach auf den Wiesen liegend – früher oder später führen alle Wege in den Biergarten. Gott sei Dank, denn hier wartet die köstlichste Erfrischung des Landes auf Touristen und Einheimische – das flüssige Gold.
 
Hier klingt der Tag in geselliger Runde aus und die Besucher entspannen sich bei Radler, Weißbier, Russ’n und Co.

Bayerisches Bier


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Die erste Erwähnung der Bezeichnung „Reinheitsgebot“ ist in einem Sitzungsprotokoll des bayrischen Landtags vom 4. März 1918 belegt. Der Abgeordnete und zugleich Leiter der Buchstelle bei der Akademie für Landwirtschaft und Brauerei Weihenstephan Hans Rauch hob bereits damals eine Vorschrift von 1516 als Tradition hervor.
Laut dem Leiter des Bayerischen Hauptstaatsarchiv Erich Stahleder wurde der Vorschrift mit der neuen Bezeichnung „Reinheitsgebot“ bewusst eine neue Aufgabe übertragen, „die des Promotors in einer zunehmend von der Werbung abhängigen Branche.“ Die Bezeichnung setzte sich jedoch erst allmählich durch, außerhalb Bayerns erst während des Streits um das sogenannte „Süßbier“ in den 1950er-Jahren.
 
Bier

Sowohl bayrische als auch außerbayrische Zeitungen berichteten häufig sehr emotional über eine Reihe von gerichtlichen Auseinandersetzungen aufgrund steigender Importe zuckerhaltiger Biere aus anderen Bundesländern nach Bayern. In Bayern war der Zusatz von Zucker bei der Herstellung von Bier nicht zugelassen. Unter Berufung auf ein „bayrisches Reinheitsgebot“ erreichte schließlich der bayrische Brauerbund in Zusammenarbeit mit der bayrischen Staatsregierung, dass zuckerhaltiges Bier nicht mehr unter der Bezeichnung Bier nach Bayern importiert werden durfte.

Bier

Die Tatsache, dass Bayerns Brauer ohne den Zusatz von Konservierungsmitteln, Schaumstabilisatoren, Geschmacksverstärkern, Farb- und anderen Zusatzstoffen auskommen, verdanken sie dem Reinheitsgebot, das für die bayerischen Biere seit 1516 gilt. Hiernach darf ein Bier aus nichts anderem bestehen als aus den vier klassischen Zutaten Wasser, Malz, Hopfen und Hefe. Diese erlesenen Rohstoffe kommen meist aus der Gegend, denn Bayern ist eines der führenden Anbaugebiete für Braugerste. Darüber hinaus gibt es im Freistaat mit der Hallertau das größte zusammenhängende Hopfenanbaugebiet der Welt.

Bier

Als Bierland ist Bayern schon seit Jahrhunderten berühmt, in einheimischen Klöstern wurde das Bierbrauen sogar zur Wissenschaft. Heute gibt es rund 650 Brauereien – das ist mehr als die Hälfte der deutschen Brauereien - die jedes Jahr rund 20 Millionen Hektoliter Bier produzieren.

Bier Comic

Jahrhundertealte Wirtsstuben, in denen die Bierkultur vergangener Epochen überdauert, urige Biergärten, in denen die Zeit stehen zu bleiben scheint, und Bierfeste wie das Münchner Oktoberfest, auf denen die Lebensfreude so sprudelt wie das (Märzen-)Bier: Das ist das Bierland Bayern, dessen Traditionsbewusstsein, hoher Qualitätsanspruch und die Sortenvielfalt weltweit geschätzt werden.
 
Bierkrüge

Eines steht fest: Ob auf der Berghütte, im Brauereigasthof oder im Wellnesshotel, die Bierspezialitäten der regionalen Brauereien passen zu jedem Anlass.

Bayerisches Bier

 entstand aus dem Ausschank von Bier durch den Brauer aus einem Bierkeller ohne das für den Betrieb einer Schänke erforderliche Krugrecht. Der Ausschank aus den Kellern wurde erstmals 1812 im Isarkreis, später zu Oberbayern offiziell zugelassen. Diese Entstehung prägt das bestehende Erscheinungsbild eines traditionellen Biergartens in Bayern, in dem der Gast unter Schatten spendenden Bäumen sitzt und seine Speisen selbst mitbringen darf. Im weiteren Sinn wird die Bezeichnung „Biergarten“ auch für andere gastronomische Einrichtungen im Freien verwendet, die in Bayern und in Österreich Wirtsgarten oder Gastgarten genannt werden.

Bayerischer Biergarten


Bier


Bayerisches Bier

Sommer ohne Biergarten? Das geht gar nicht! Wo lässt es sich besser die bayerische Lebensart, das weiß-blaue Dolce Vita, genießen als auf einer Bank unter einer schattigen Kastanie? 2012 feiert der Biergarten sein 200-jähriges Jubiläum.

Biergärten entstanden in Bayern im 19. Jahrhundert in München, als vorwiegend untergäriges Bier getrunken wurde. Dieses konnte nur in den kalten Monaten hergestellt werden, da die Gärung bei Temperaturen zwischen vier und acht Grad erfolgen musste (ebenso die Lagerung – das nicht-pasteurisierte Bier wurde bei höheren Temperaturen schnell schlecht). Um über den Sommer Bier zu lagern, legten Münchner Bierbrauer in den Flussterrassen der Isar tiefe Bierkeller an, in denen man das Bier ganzjährig mit Eis kühl halten konnte. Daher stammt die Konzentration der Biergärten an der Schwanthalerhöhe und in Haidhausen. Um die Durchschnittstemperatur des Lagers weiter zu senken, streute man auf dem Boden des Hangs Kies und pflanzte Kastanien, die im Sommer Schatten werfen. Die flachen Wurzeln der Kastanien schädigten außerdem das Kellergewölbe nicht.

Bayerisches Bier

Bier gebraut wurde schon lange, aber bis zum Biergarten, wie wir ihn heute kennen, war es noch ein langer Weg. Im 16. Jahrhundert war es den Brauern nur zwischen Michaeli (29. September) und Georgi (23. April) erlaubt, Bier zu brauen. Klar, dass auf Vorrat gebraut werden musste.

Der größte traditionelle Biergarten der Welt ist der Münchner Hirschgarten. Der bei Münchnern und Touristen bekannteste und zugleich zweitgrößte Biergarten liegt im Englischen Garten am Chinesischen Turm. An zentraler Stelle in der Stadt befindet sich im Viktualienmarkt ein Biergarten. Der Biergarten auf dem Nockherberg ist durch die Paulaner-Fernsehwerbung bundesweit bekannt geworden. Im Landkreis München liegen die Kugler Alm bei Oberhaching, die für sich die Erfindung des Radlers beansprucht, und die Waldwirtschaft bei Pullach, die durch die Biergartenrevolution überregional bekannt wurde, weil anhand der Auseinandersetzungen über Lärmschutz in ihrer Nachbarschaft die Biergartenverordnung und die Definition eines traditionellen Biergartens entwickelt wurden. Bekannt sind Biergärten, die zu Klöstern gehören, wie Kloster Andechs und Kloster Weltenburg. Dort sind häufig Brauerei und Biergarten in unmittelbarer Nähe gelegen.















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